Dienstag, 17. Januar 2017

leicht jesprochen, schwer jeschriwwen

Wenn du in deiner Geschichte Menschen unterbringst, die Dialekt sprechen, solltest du dir deiner Sache sicher sein. Dialekt hat zwar Grammatikregeln, aber sie sind selten notiert und häufig nur in einem begrenzten Raum gültig. Ein Dorf weiter oder hinterm Berg wird anders gesprochen.
Liest also ein Bewohner des Nachbardorfes deinen Text (und legst du dich dabei nicht extrem präzise fest, wo genau deine Geschichte stattfindet), wird besagter Leser seinen Dialekt ganz anders geschrieben haben wollen.
Erschwerend kommt hinzu, dass die deutsche Sprache, so vielseitig sie sein mag, für viele Laute keine buchstäbliche Entsprechung hat.


Nach einer guten Stunde erfolgloser Fehlersuche will ich endlich in Richtung Mittagspause verschwinden, als ein kleiner dicker Mann auf mich zu hält, er wird so um die fünfzig sein. „Juten Tach, Leveringhaus“, stellt er sich kurzatmig und mit breitem rheinischen Dialekt vor. „Ich bin der Betreiber, Kioskbesitzer und Vorsitzender des Fördervereins in einer Person. Werden Sie heute damit fertig?“ Mit einer vagen Handbewegung umfasst er die ganze Umkleide.
Ich hebe die Schultern. „Kann ich unmöglich jetzt schon sagen.“
„Sehen Sie, dat is nämlich so … morjen is Feiertach und et is bombiges Wetter anjesagt, da kann man schon mit tausend bis tausendzweihundert Besuchern rechnen. Natürlich muss alles picobello laufen, sonst jehen die Leute woanders hin und wir jeraten schneller in finanzielle Schwierigkeiten als man piep sagen kann.“
„Aha.“
„Können Sie das denn reparieren? Also, janz bestimmt können Sie, aber ich meine heute.“
„Mittwochs haben wir ab fünfzehn Uhr Betriebssport. Wenn ich bis 14:30 kein Land sehe, wird es nichts.“
„Ojottojottojott“, ächzt er und wird noch atemloser. „Bis dahin is et ja nur noch eine Stunde! Wat muss ich tun, dat Sie den Sport schwänzen?“

In Prinzip müsste ich statt Sport "Spocht" schreiben. So klingt es. Aber das lasse ich.
Es reicht schon festzustellen, dass Herr Leveringhaus* dialektisch gefärbtes Hochdeutsch spricht, wenn er sich darauf konzentriert. Mit zunehmender Aufregung kütt ihm dat total abhanden.

*= ein typisch linksrheinisch/bergischer Nachname, betont auf dem sehr kurzen ersten e, das v dahinter wird als w gesprochen

Montag, 16. Januar 2017

heute gelernt

Freundin J. wundert sich über ihre Coffea arabica, die im Sommer gelbe und im Winter grüne Blätter trägt. Ist ja ein bisschen unlogisch, überlegen wir, und ich: vielleicht ist sie ja eine Kurztagspflanze.
Gerade fällt es mir wieder ein, ich frage mal Tante Wiki danach.
Die bestätigt meine Vermutung. Freut mich!
Das kannst du jetzt alles selbst lesen, es ist sehr interessant.

Sonntag, 15. Januar 2017

Samstag, 14. Januar 2017

Kilometerstein 13,8

Freitag, 13. Januar 2017

Was sinnvolles anstellen mit überflüssigen Bleistiften

Seit Sommer ungefähr steht eine Kiste bei uns im Supermarkt, in die man nicht benötigte Bunt- und Bleistifte legen kann. Stifte stiften heißt die Aktion dahinter. Kinder in Afrika bekommen sie dann, damit sie malen und schreiben können.
Neulich habe ich endlich meine Stiftekiste gründlich aufgeräumt und aussortiert, was noch gut aussieht, ich aber nicht brauche.
Mach doch auch mit. Alphabetisierung fördern kann so einfach sein.