Sonntag, 29. Dezember 2013

kommendes und vergangenes und nicht stattgefundenes

Wir sind immer noch offline.
Die Jahresabschlussstatistik fällt aus.
Der SF hat die Umstände genutzt und ist in Statistikerferien in der Südsee und sortiert Fische beim Schnorcheln oder klettert oder tut gar nichts.

Ich nutze die Umstände, um all die Dinge zu machen, von denen ich sonst durchs Internet abgelenkt werde.

Unter anderem habe ich die Fußballgeschichte für 7- bis 12-Jährige geschrieben, was den Verlag freuen wird, der sie am 15. Januar haben will.
Derzeit kümmern sich meine großen und kleinen Testleser um meine Einfälle.
So eine Fußballgeschichte ist auch ideal, um die Winterpause der Bundesliga zu überbrücken.

Außerdem habe ich viele Bilder gemalt, deren Fotos du vielleicht eines Tages ankucken darfst, wenns der Anbieter der Herzen erlaubt (und ich dran denke, sie hochzuladen).
Und ich werde auch noch mehr malen und eines anderen Tages eine Ausstellung machen. Ort und Termin wirst du ganz sicher erfahren.

Und dann arbeite ich auch noch an einem ganzen Themenblock, den ich hier schon online angefangen hatte, und offline vollenden werde und der dir das HOCHBEETGÄRTNERN erleichtern soll. Er kommt. Man weiß nur nicht, wann.


Bis dahin wünschen wir statistikfreundlich-vorgärtlich einen guten Übergang ins neue Jahr.
Herzlich, FV

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!!lo-gi-scher-wei-se!! sind alle Linkse später eingefügt worden. Sie dienen als Beweis, dass das hier nicht alles bloß heiße Luft ist.

Sonntag, 22. Dezember 2013

frohen Vierten!

Bloß dass ich nicht in Weihnachtsstimmung bin, heißt ja nicht, dass ich keine lustigen Ideen zum Thema habe.
Frohen vierten Advent!
Das dürfte das letzte Foto mit diesen rotgrauen Winterhandschuhen sein, die ich seit mindestens sechs Jahren habe und die von kleinpreisig hoher Qualität sind. Ich trug sie nur deshalb so lange, weil ich keine besseren gefunden habe. Gestern kaufte ich ihr Vorgängermodell. Bei sowas bin ich sehr konservativ.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

täglich murmelt das Grüßtier

kaum schickt der (Telefon- und Internet-)Anbieter der Herzen mir die Nachricht, dass seine Techniker in allerhöchster Präzision alle Probleme des Anschlusses behoben haben, geht der Spaß von vorne los.
In guter alter Offline-Tradition verabschieden wir uns vom Vorgartenpublikum.
Auf bald.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Wer Ohren hat zu hören

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass auch Lebewesen und Dinge ohne Ohren hören können, was man ihnen sagt, habe ich dem Schefflerus Arboriculum gestern die Konsequenzen seines Tuns erklärt.
Das hörte sich in Etwa so an:

Jetzt pass mal gut auf, mein grüner Freund und Wohnungsgenosse!
Wenn du weiter so unzufrieden aussiehst und mir nicht sagst, was los ist und deine Blätter einrollst, als bräuchtest du Luftfeuchtigkeit und dabei sprüh ich dich jeden Tag an und deine Blätter wegwirfst, als wäre Herbst, dann schmeiß ich dich raus.

Das alles tut er nämlich seit Mitte Oktober. Mindestens.
Gucken wir mal, ob ers verstanden hat.

Psalmen ohne Palmen

Ich hatte irgendwann mal angefangen, die Psalmen abzuschreiben, teils, weil sie eine schöne Sprache haben, teils um besser zu wissen, was denn drin steht.
Mit dem 119. habe ich angefangen.
Heute kriegst du aber den 139. serviert.
Die Übersetzung ist Gute Nachricht Bibel

Mein Schöpfer kennt mich durch und durch
  1. Ein Lied Davids.
    Herr, du durchschaust mich, du kennst mich bis auf den Grund.
  2. Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du kennst meine Pläne von ferne.
  3. Ob ich tätig bin oder ausruhe, du siehst mich; jeder Schritt, den ich mache, ist dir bekannt.
  4. Noch ehe ein Wort auf meine Zunge kommt, hast du, Herr, es schon gehört.
  5. Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand.
  6. Dass du mich so durch und durch kennst, das übersteigt meinen Verstand; es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen.
  7. Wohin kann ich gehen, um dir zu entrinnen, wohin fliehen, damit du mich nicht siehst?
  8. Steige ich hinauf in den Himmel – du bist da. Verstecke ich mich in der Totenwelt – dort bist du auch.
  9. Fliege ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt:
  10. auch dort wird deine Hand nach mir greifen, auch dort lässt du mich nicht los.
  11. Sage ich: »Finsternis soll mich bedecken, rings um mich werde es Nacht«,
  12. so hilft mir das nichts; denn auch die Finsternis ist für dich nicht dunkel und die Nacht ist so hell wie der Tag.
  13. Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter.
  14. Dafür danke ich dir, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. An mir selber erkenne ich: Alle deine Taten sind Wunder!
  15. Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde.
  16. Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war. Im Voraus hast du alles aufgeschrieben; jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann.
  17. Wie rätselhaft sind mir deine Gedanken, Gott, und wie unermesslich ist ihre Fülle!
  18. Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer. Nächtelang denke ich über dich nach und komme an kein Ende.
  19. Gott, bring sie doch alle um, die dich und deine Gebote missachten! Halte mir diese Mörder vom Leib!
  20. Sie reden Lästerworte gegen dich; Herr, deine Feinde missbrauchen deinen Namen!
  21. Wie ich sie hasse, die dich hassen, Herr! Wie ich sie verabscheue, die gegen dich aufstehen!
  22. Deine Feinde sind auch meine Feinde, ich hasse sie glühend.
  23. Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, prüfe meine Wünsche und Gedanken!
  24. Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen, dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!


Die Gute Nachricht Bibel schreibt es sehr verständlich, in klarem Deutsch.
Manchmal muss ich die Psalmen aber in der Übersetzung vom alten Bruder Luther lesen. Sie ist kraftvoller, lyrischer, intensiver.
Und bekannter.
Die Verse 9 bis 12 liefern das beste Beispiel.
Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
Spräche ich: „Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein!“, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. 
Nicht unerheblich trägt zu dieser Tatsache allerdings auch bei, dass es ein Lied gibt, das diesen Text als Grundlage hat.
Ziemlich unerheblich ist daneben, dass es sich hier
um die Abendröte handelt und das Bild nicht am äußersten Meer, sondern mitten im Bergischen Land aufgenommen wurde.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Weihnachtsstimmung

Bist du denn schon in Weihnachtsstimmung, werde ich diesertage zunehmend gefragt.
Nein, sage ich.
Ja!, sage ich! Seit August! Im August haben wir bei Firma K. angefangen, den Weihnachtsmarkt vorzubereiten. Palettenweise Kartons ausgepackt und den ganzen Krempel überwiegend farblich sortiert auf Karren gepackt. (Genau. Wie letztes Jahr auch.)

Diese Weihnachtsstimmung war schon immer ein sehr abstraktes Dings für mich, ich kann mich nach Vollendung meiner Kindheit nicht erinnern, sie je gehabt zu haben.
Manchmal, kurz in der Kirche oder ein Anflug davon irgendwo zwischendrin.
Vor Vollendung der Kindheit, also als ich noch eins war, habe ich ebenfalls keine Weihnachtsstimmung in den Gefühlsmemoiren notiert, denn damals gab es so einen Quatsch vermutlich noch nicht. Entweder es war -- bald -- Weihnachten, dann hat man sich drauf gefreut, oder es war eine andere Jahreszeit.

Bei Firma K. steht die nächste Jahreszeit schon in den Startlöchern.
Und wir packen auch schon Frühjahrsdeko aus.
Wundert es dich, dass in meiner Wohnung beharrlich an der Herbstdeko festgehalten wird?
Seit zwei Wochen nehme ich mir vor, die laubgesägten Herbstblätter und Pilzchen und Äpfelchen abzunehmen und die Sträußchen am Treppengeländer und die Laternchen und Scheinquitten einzusammeln.
Und Sterne aufzuhängen, große aus Papier und kleine aus Filz, die Krippe aufzubauen, Engel in allen Formen zu verteilen, Kerzenständer hervorzuholen und so weiter.
Ich mag all diese schönen Sachen und Sächelchen nicht mehr angucken, die sich in meiner Weihnachtsdekokiste angesammelt haben.
Und ich kaufe keinen Baum, keinen Azwenzkranz, keine Nordmannzweige für die Bodenvase.
Ich habe mir ein Bündel Barbarazweige geholt.
Und den Weihnachtsstern entsorgt.

Samstag, 14. Dezember 2013

Wie sag ich's dem Kinde?

Die Frage ist falsch, denn es muss heißen:
Wie sag ich's der Palme?
Die Yucca ist derzeit mein größter "Baum" im Haus.
Bild vom 21.Juni 2013
Und auf die kommen nun ganz neue Aufgaben zu.
Das habe ich beim Wichteln bei Firma K. bekommen:
zehn Stück sowie die verbindenden Elemente sind enthalten
und sie funktionieren auch.
Es steht völlig außer Frage, einen
T
an
nen
baum
zu kauf
en.
Ich habe überhaupt keinen Platz dafür!



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und im selben Fotoordner, in dem ich die Yucca fand, nämlich dem vom 21. Juni 2013, fand ich auch dieses wunderschöne grün-lila Gartendurcheinander, das jetzt für eine Weile das Titelbild sein soll.
Für spätere Vorgartenbesuche, wenn es schon wieder ein anderes schönes Bild gibt, kannst du es hier noch mal in seiner ganzen Länge und Breite betrachten. (einfach anklicken. und großen Bildschirm haben.)
Diese Farben machen mir ein friedliches Gefühl und das dazu passende Geräusch ist Hummelgebummel. Und Schwalbengesang auf der Dachrinne.
(Ja, ich wollte eigentlich Hummelgebrummel schreiben, aber als ich sah, dass ich das R vergessen habe, stellte ich fest, dass Hummelgebummel ein viel schöneres Wort ist.)

tierische Identität gefunden

Die Kollegen A, B und ich sitzen im Pausenraum.
A verzehrt sein Mittagessen, B daddelt mit dem Handy und ich hab mich nach Erreichen des Feierabends kurz hingesetzt, um in Ruhe meine heiße Wurst zu essen. (Draußen im Weihnachtsbaumverkauf steht eine Wurstbude.)
Auf einmal sagt A:
"Weißte, welches Tier ich jetzt gerne wäre?"
"Ein Fisch?", frage ich, denn wenn er nicht im Pausenraum ist, verpackt er Weihnachtsbäume und wird dabei heute richtig nass.
"Nein", sagt er, "ein Nashorn."
"Ein Nashorn?", frage ich erstaunt nach. "Warum denn das?"
"Die stehen den ganzen Winter über unter ihrer Rotlichtlampe und schlafen und fressen und haben sonst nichts zu tun. Und wenn sie nicht wollen, müssen sie auch nicht raus."
"Dann könntest du ja auch Elefant werden oder Giraffe. Schlafen und fressen. Wenn denen kalt ist, müssen sie auch nicht draußen rumstehen."
"Aber Elefanten sind voll fett!"
"Nashörner haben auch nicht gerade eine schlanke Linie", gebe ich zu bedenken.
Jetzt meldet sich Kollegin B: "Erdmännchen haben auch eine Rotlichtlampe."
"Erdmännchen!!", freut sich Kollege A, "Und die sind schlank! Ich will ein Erdmännchen sein!"

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Osterlieder und Weihnachtslieder

Letztes Jahr stellte ich bereits fest, dass die Nennung eines Festes das Lied nicht zum "Festlied" macht.
.
Letztes Jahr zu Pfingsten
habe ich dir mein Herz gegeben
aber schon am nächsten Tag
hast du es weggeworfen.
Dieses Jahr werde ich,
um mir den Schmerz zu ersparen,
es einem Besseren anvertrauen.
.
Gestern hörte ich im Radio, dass es sich tatsächlich fast genauso zugetragen hat.
Die Plattenfirma wollte das Album im lukrativen Jahresendgeschäft veröffentlichen und deswegen sollte auch ein Weihn8slied drauf und die Band sagte: "So etwas haben wir nicht!"
Daraufhin soll ihnen jemand den Tipp mit dem Osterlied gegeben haben: "Ändert doch einfach die Zeile!"

Heute früh beim Morgenmeeting bei Firma K. lief schon die kauflauneanregende Wohlfühlmusik und mein Inneres hatte nicht genug Abwehrkraft, einem Ohrwurm Einlass zu verbieten.
Den trage ich nun seitdem mit mir herum.
Aber ich bin ja nicht so.
Ich werde nun nicht zu Juhtjubs gehen und das Lied (das ganz, ganz sicher drin zu finden ist!) einknüpfen und dir ebenfalls zu einem Ohrenbewohner verhelfen.
Nein.
Ich schreibe einfach nur Interpret und Titel auf, was bei dir, wenn du ungefähr so alt bist wie ich, sofort
a) Entsetzen
b) Begeisterung
auslösen wird.
Damals war das nämlich so: Dafür oder dagegen.
NKOTB -- tonight
schallalallalalla, tonight

Mittwoch, 11. Dezember 2013

eintausendneunhundertundacht Beiträge lang drauf hingearbeitet

und dann einfach den 1909. Beitrag verpasst.
Nicht aufgepasst. Sich der Tragweite des Tuns nicht bewusst gewesen.
Und was über Blüten erzählt.

Und dann fragt mich doch tatsächlich dieser nichtsahnende Nichtsnutz von einem Statistikfreund, ob ich was über den BVB hätte geschrieben haben wollte, der ja immerhin 1909 gegründet wurde. Weshalb man ihn ja auch BVB09 nennt.

Nein, natürlich nicht! Ich wollte was über meine Omma schreiben, die 1909 geboren wurde!! Ist doch klar!!

Das Ganze kam nämlich so, dass ich einen langjährigen Anhänger dieses Fußballvereins um ein euphorisches Statement als Gastautor gebeten hatte, aber er gestand, seinen Kummer über die prekäre personelle Situation in Allohol zu ersäufen. Irgendwie hatte ich das Thema mit der Anfrage abgehakt.

...


Aha. Der SF. Jetzt ist ihm doch noch was tröstliches eingefallen.
Man soll seine Leidenschaft im Herzen tragen.
Na ja. Versuchen wir das mal.
Er kennt sich schließlich aus mit Leidenschaft-im-Herz-tragen.

Fritzchenwitzchen

Das kleine Fritzchen ist in die Schule gekommen und die Lehrerin geht mit den Kindern die Buchstaben des Alphabets durch.
Zu jedem Buchstaben darf ein Kind ein passendes Wort sagen.
A -- Affe
B -- Banane
und so weiter.
Bei F meldet sich das Fritzchen wie verrückt, aber die Lehrerin nimmt ihn nicht dran, sie fürchtet, dass nur Schweinkram dabei rumkommt.
Bei V das gleiche Spiel, Fritzchen meldet sich und die Lehrerin nimmt absichtlich ein anderes Kind dran, sie will keine Tumulte.
Bei Z meldet sich wieder das Fritzchen. Die Lehrerin denkt sich, das ABC ist rum, er hat ja auch nicht reingebrüllt und so, und fragt: "Ja, Fritzchen?"
"Z wie Zwerg", sagt der Kleine, "Aber ein Zwerg mit Riesenpimmel, weil Sie mich eben nicht dran genommen haben!"

Hat mir vorhin T. erzählt.

Dienstag, 10. Dezember 2013

gefälschte Blüten sicher erkennen

Die stressige Vorweihnachtszeit und das Gewühl der Weihnachtsmärkte wird zunehmend genutzt, um Falschgeld in Umlauf zu bringen.
Doch es kann sehr leicht sein, falsche Blüten zu erkennen.
Hier drei Beispiele.
echte Blüte
gefälschte Blüte
echte Blüte

Halleluja! Ein Zahnarzt!

Wieso ist mir dieses Lied nicht eingefallen, als ich die Halleluja-Reihe anfing?

Weil ich da noch nicht wusste, dass es eine Reihe werden würde.

Halleluja ist wohl das weltweit meistgesungene Wort.
Es besitzt dazu auch eine hohe Eignung.
Es ist dafür geschaffen.

Tante Wiki war so freundlich, das Ganze zusammenzufassen.
Wenn du es nicht lesen willst, hör einfach zu.

Sonntag, 8. Dezember 2013

göttlich praktisch

Seit etlichen Monaten bewohnen neben mir auch reichlich kleine schwarze Fliegen meine Wohnung.
Ich berichtete.
Ich hoffte, sie würden im Wandel der Jahreszeiten verschwinden.
Bisher ist nichts dergleichen passiert.
Ich jammere Gott die Ohren voll, dass mich diese kleinen schwarzen Biester so nerven. Ob er sie nicht alle wegschicken kann? Die Dionaea verdaut noch an den dreien, die sie im Herbst "gefangen" hat.
Seine Antwort: Wie sollen sie die Wohnung verlassen, wenn du so selten gründlich lüftest?

Klar.

Samstag, 7. Dezember 2013

wohlige Wellnesswoche

Der SF war Ende November eine Zeitlang allein im Vorgarten, denn ich habe die östlich und westlich von Stuttgart lebende Verwandtschaft und andere nette Menschen besucht.
Und das habe ich erlebt:
die liebe Nichte!
Hier trägt sie die grünen Schuhe. Stillhalten war gerade nicht angesagt. Stillhalten wird echt überbewertet.

Ein Anthroposophenbad.
kein rechter Winkel, wenn man von dem zwischen Wand und Decke bzw. Boden absieht.
Sehr beeindruckend.
Der Vorbesitzer (und Bauherr) des Hauses fand das wichtig.

Hast du schon mal einen Ficus Benjamini gesehen, der mehr trägt als Blätter?
Dieser trägt Weihnachtsschmuck.
Dieser trägt Frucht.
An der Weihnachtsschmuckversion war ich maßgeblich beteiligt, aber Früchtchen hatte ich noch nie dran gesehen.
Kennst du dergleichen? Ich bitte um Erfahrungsberichte.

Esslingen.
Esslingen ist schön, erst recht, wenn man so einen sonnigen Tag erwischt. Die Temperaturen waren nicht sonnig, sondern zwischen -5 und -1 °C.
Warm wurde mir wieder, als wir die Burgstaffel erstaffelten. Kilometerlang! Steil bergauf!
Ich kam mir vor wie ein Flachländer.
Ich weiß nicht warum, aber in Esslingen wurde ich an manchen Ecken an Flensburg erinnert.
(ach, von Flensburg hab ich dir ja noch gar nicht erzählt ... äh ... wird nachgeholt.)

Nachdem ich beim letzten Besuch im Südwesten ja im Porschemuseum gewesen war (dochdoch, davon berichtete ich!), war dieses Mal die andere Automarke dran.
Hinterher wurde ich gefragt, welches Auto ich denn kaufen wollen würde, wenn ich viel Geld bekommen täteräte.
Einen Porsche natürlich!!!
Ich bin unbekehrbar.

Dennoch war der Aufenthalt sehr herzlich.
Ich sah den ersten Schnee des Winters, hier in einer Tannenschonung
mit einer verlassenen Sommerwohnung
Es war wunderschön!!

Freitag, 6. Dezember 2013

Der zwarte Piet des Bergischen Landes

Bei Frau Buurtaal wurde es neulich erörtert, wie aus einem jahrhundertealten Brauch für Groß und Klein auf einmal fast eine Staatsaffäre wird.
Wer vom ganzen Rassismus-Kolonialismus-Menschenrechts-Tamtam nichts mitbekommen hat, kann es bei der Fachfrau für niederländische Angelegenheiten nachlesen.
Weshalb ich jetzt auch noch ein Fässchen zum Thema aufmache, liegt daran, dass zwischen dem Bergischen Land und den Niederlanden nicht viel mehr liegt als der Rhein und eine kleine Sprachgrenze (sowie hier und da ein paar Höhenmeter).
Das Bergische Land hat nämlich auch einen Zwarten Piet.
Nur heißt er hier anders.
Hans Muff.
Um zu erklären, wer er ist, ist es hilfreich, erst mal zu klären, wer er nicht ist.
Ich meine nicht den 1944 geborenen Schweizer Musikproduzenten, Klarinettisten und Saxofonisten. Über den weiß Tante Wiki mehr als ich.
Tante Wiki nennt den Hans Muff, den ich meine, eine Brauchtumsfigur im Rheinland, dem Knecht Ruprecht verwandt.

Hans Muff ist der im Gesicht und in der Seele pechschwarze Kerl, der mit dem Nikolaus in jedes Haus kommt und die bösen Kinder erschreckt.
Vor vielen vielen Jahren, als Frau Vorgartens Bruder noch sehr klein war, ist das mal gut gelungen -- obwohl der Bruder anbetrachts seines Alters nicht böse gewesen sein kann. Das hat meines Erachtens erst später angefangen. (Wie das so ist mit kleinen Brüdern: eine subjektive Sache.)
Der Cousin A. und dessen Freund T. machten die Runde durch ihre beiden Verwandtschaften.
Man stelle sich vor, auf einmal klingelt es und zwei völlig fremde Gestalten stehen im Wohnzimmer, der eine nicht einzuordnen und der andere noch viel fürchterlicher! Und du bist drei!
Da kann so ein kleiner Junge einen großen Schrecken bekommen.
Die beiden haben flugs ihre Mitbringsel abgegeben und das Weite gesucht, um kein bleibendes Trauma zu hinterlassen.

Erstaunlicherweise hat sich bisher keine europäische Menschenrechtskommission für den Hans Muff interessiert.
Vielleicht liegt das daran, dass das Bergische Land versteckt hinter sieben Bergen und zwischen sieben Talsperren liegt.
Oder daran, dass es nie eigene Kolonien hatte.
Vielleicht liegt es auch daran, dass Hans Muff ein so deutscher Name ist, dass niemand auf die Idee kommen könnte, dass es sich um einen Einwanderer der ichweißnichtwievielten Generation handelt.
Es kann gerne so bleiben.
Wir haben ein Recht auf unseren Hans Muff.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

kkrrrrrzzzzzzzzzzzzz

Das war das Geräusch des Tages.
Kkrrrrrzzzzzzzzzzzzz machte es, als ich heute früh bei Firma K. einen Karren zusammenbauen wollte. Nicht laut, aber sofort zuordnebar.
Kein Wunder, dass ich den Rest des Arbeitstages das Gefühl hatte, es sei arschkalt.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

technisch gesehen das Schlusslicht

Ich hasse es, wenn mein Mangel an technischer Aufrüstung als Argument dafür missbraucht wird, dass ich bei vielen gemeinschaftlichen Aktivitäten nicht dabei bin, und eigentlich ist es doch nur Oberflächlichkeit oder Bequemlichkeit derer, die mich einladen könnten und es nicht tun. Die mal nachdenken könnten, dass es mir Spaß machen könnte, dabei zu sein und die es sich einfach machen und nicht nachdenken.

Früher, als ich noch kein Händi hatte (was zugegebenermaßen lange so war), habe ich oft zu hören gekriegt: Dich erreicht man ja nie. Wir haben uns spontan per SMS verabredet.

Als ich dann ein Händi hatte, hatte ich völlig unverständlicherweise die Erwartung, öfter spontanen Treffen beizuwohnen.
War nicht so.

Irgendwann war Skype der Hype. Alle chatteten mit und ohne Bild und wer war nicht dabei?
Ich.
Rüstete mich nach. Mehr Kontakte oder erfüllte Abende kriegte ich dadurch nicht.

Die nächste oder übernächste durchs virtuelle Dorf getriebene Kuh heißt nun Wottsäpp. Wottsäpp geht immer. So zwischendurch. Wir sind ja alle ständig online. Wie, du gehst nur zuhause ins Netz? Das ist ja total umständlich.

Ich habe mich, ganz ehrlich, zwischendurch selbst gefragt, warum ich mich so verbissen gegens Fazebuk sträube.
Bei Fazebuk kann man ja so toll Kontakt halten mit Leuten, die man länger nicht gesehen hat. Und der ganze Freundeskreis ist da, man schreibt eine Mail und alle wissen Bescheid.
Ob das nur Kontra ist, weil es alle haben?
Oder bin ich aus Prinzip dagegen, weil mich so viele Leute schon deswegen zugequatscht haben?
Aber ich wette weiß:
würde ich ein Fazebukprofil anlegen, würde sich nichts ändern an diesem Problem. Ich hätte nicht mehr Kontakte. 

Such dir bessere Ausreden, wenn du mich mal wieder einzuladen vergessen hast.
Nein, ich trage das nicht nach.
Ich nehme es auch nicht persönlich.
Hinterher heißt es womöglich noch, ich sei unentspannt oder so.
Ich habe sogar Verständnis, weil wir halt alle mehr zu tun haben als damals, bevor es im Job/der Familie/woauchimmer so stressig wurde.

Ich
hasse
mein
Verständnishaben!
Vor allem, wenn ich dann
höre
(hinterher)
dass ihr im Kino wart
und
nicht wusstet,
ob ich mitkommen will?!?

Dienstag, 3. Dezember 2013

Matheallergiker weggeschaut!

Der SF hat leuchtende Augen und mich juckt es am Sehnerv -- das kann nur eins bedeuten!
Mathetest bei PISA!
Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, dem Link zu WDR2, meinem Bildungsradio, zu folgen.

Wer nicht mitmachen möchte, kann hier mal vorsichtig lesen (Buchstaben sind ja nicht so gefährlich) und sich bestätigt sehen.
Der Bruder aus Peru kommt nach langer Zeit zu Besuch.
Die Schwester hat vergessen, wie alt seine Kinder sind.
Bruder: das Produkt ihres Alters ist 36.
Schwester: das hilft mir nicht.
Bruder: Summe Lebensalter = deine Hausnummer.
Schwester: Hä?
Bruder: der älteste heißt Hans!
Schwester: ach so!

Und so weiter.
Da kriege ich schon beim Zuhören Nackensteife, kalte Füße, usw.
Und jede Menge schlechte Erinnerungen. Schlimmer sind nur die Erinnerungen an den Sportunterricht.

PISA ist übrigens die Abkürzung von Programme for International Student Assessment. Das wird deine Mathenote nicht retten, aber vielleicht woanders helfen.

das andere große Halleluja

Was haben Hannah Trigwell, Bon Jovi, Jeff Buckley und Il Divo gemeinsam?
Sie -- und viele andere -- haben Leonard Cohens Hallelujah gesungen.
Now I've heard there was a secret chord
That David played, and it pleased the Lord
But you dont really care for music, do you?
It goes like this, the fourth, the fifth
The minor falls, the major lifts
The baffled king composing Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

Your faith was strong but you needed proof
You saw her bathing on the roof
Her beauty and the moonlight overthrew her
She tied you to a kitchen chair
She broke your throne, and she cut your hair
And from your lips she drew the Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

Maybe I've been here before
I know this room, I've walked this floor
I used to live alone before I knew you
I've seen your flag on the marble arch
love is not a victory march
It's a cold and it's a broken Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

You say I took the name in vain
I don't even know the name
But if I did, well really, what's it to you?
There's a blaze of light in every word
It doesnt matter which you heard
The holy or the broken Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

I did my best, but it wasn't much
I couldn't feel, so I tried to touch
I've told the truth, I didnt come to fool you
And even though it all went wrong
I'll stand before the Lord of song
With nothing on my tongue but Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah
Normalerweise reicht mir das Original eines Liedes, aber hier lässt sich die Vielfalt der Interpretation gut erkennen.
und als letztes den Ersten.
Der Vorgarten dankt fürs Zuhören.

Montag, 2. Dezember 2013

zehn Fragen

Frau Wupperwasser hat diese zehn Fragen von einer anderen Bloggerin bekommen.
Frau Vorgarten fand sie toll, war aber nicht im Dienst, sondern auf Wellnesswoche im Schwabenland. Da hat sie nur mobil rumkommentiert, aber nicht ernsthaft geschrieben. Nicht mal eine Postkarte.
Also habe ich sie interwjuht.

1. Wenn es einen Buch/Film-Hype gibt… folgst du dem dann sofort? Oder wartest du erst mal ab, bis du dich damit beschäftigst? Oder ignorierst du es gar ganz?
Meist kriege ich es nicht zeitnah mit, weil ich keine Tageszeitung im Abo habe und auch keinen Fernseher besitze. Wenn das Thema dann bei mir angekommen ist, ist oft der Hype vorbei. Oder ich habe gerade kein Geld, das Buch zu kaufen und nehme es mir für einen späteren Zeitpunkt vor. Viele Sachen interessieren mich aber auch nicht genug, um Geld dafür auszugeben.

2. Welche war deine erste eigene CD? Und würdest du sie jetzt immer noch mögen?
Zwei. Ein Sampler mit christlicher Rockmusik und "Petra means Rock" von Petra. Viele Jahre bevor ich einen CD-Spieler hatte, bekam ich sie geschenkt.
Ich habe sie lange nicht gehört, aber wäre es beim letzten Hören nicht mehr mein Ohrengeschmack gewesen, hätte ich sie aussortiert.

3. Hand aufs Herz. Welchen “Promi” magst du wirklich? Warum?
Es gibt einige Schauspieler, die ich sehr gerne sehe. Zum Beispiel Nina Kunzendorf, Andrea Sawatzki, WW Möhring, (seltsam ... alle im Tatort zu sehen oder zu sehen gewesen) Benno Führmann und einige ausländische Kollegen auch.
Und Regisseure, deren Filme ich gerne anschaue, zB Fatih Akin.
Und Autoren bzw Musiker, deren Bücher und CDs ich mir ohne Nachdenken zulege.
Da weiß man, was man kriegt.
Aber ich glaube nicht, dass ich sie um Autogramme bitten würde.

4. Der Klassiker. 1.000 Euro, einfach so. Was tust du damit?
In Fünfzigern auszahlen lassen und die zuhause an die Wand pinnen (vielleicht nicht alle auf einmal, so schön sehen sie nicht aus) und einen nach dem anderen ausgeben. Für Essen, Auto, Urlaub, Soziales, Freunde, Bücher, Weiterbildung und so weiter.

5. Auf ewig nur noch ein Urlaubsziel. Wohin geht es?
Ui. Ich glaube, da bin ich noch nicht gewesen. Wenn Frau Wupperwasser einen Kontinent als Ziel wählen darf, darf ich das wohl auch. Dann entscheide ich mich lieber für Europa.

6. Und könntest du dir vorstellen alleine in den Urlaub zu fahren? Und egal was du sagst: Warum?
Alleine in Urlaub fahren ist doof. 
Warum: Ich bin schon im Alltag viel alleine unterwegs, da will ich im Urlaub was anderes erleben.

7. Das Lieblingsgericht aus deiner Kindheit. Magst du es heute noch?
Ja. Alle. Viele haben hier schon einen Eintrag bekommen. Alle anderen hab ich vergessen.

8. Mit welchem Buchcharakter möchtest du mal einen Kaffee trinken? Meinetwegen auch Kakao oder Bier.
Das ist schwierig!! Es gibt so viele.
(Sie lehnt sich zurück und betrachtet ihr Bücherregal und schaut sich die Bücher von oben nach unten an. Ihr Blick bleibt schließlich ziemlich weit unten an Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter" hängen.)
Ronja Räubertorte. Das wäre bestimmt fein. Und die rote Zora und ihre Bande.
Mit den "erwachsenen" Personen bin ich nie so innig geworden.

9. Wolltest du früher etwas lernen, was du dann nie gelernt hast und jetzt bereust?
Viele Dinge sind früher daran gescheitert, dass ich sehr schüchtern war und die Familie außerdem nicht viel Geld für die Verwirklichung der Kinder ausgeben konnte, da wir ja zu viert waren.
Wäre mehr möglich gewesen, hätte ich sehr gerne reiten gelernt. 
Heutzutage sitze ich auf dem Pferd drauf und mit etwas Glück tut es das, was ich will. Macht auch Spaß.

10. Wie sortierst du deinen Papierkram? Alles in einen Ordner/Register? Viele Ordner? Jedes Jahr neu, oder sammeln bis der Ordner platzt?
Das Jahr über in einem Ablagekasten, und einmal im Jahr -- spätestens im Mai zur Steuererklärung -- wird in drei Ordner und den Papiermüll sortiert. Ich hab ein bisschen Angst davor, den vierten Ordner aufmachen zu müssen. Das klingt so nach Vierzigwerden.

Weil solche Fragen ja immer auch weitergegeben werden sollen, gebe ich sie an LinGe weiter.
Falls mal keine Idee da ist, um den Dezember zu füllen.

Sonntag, 1. Dezember 2013

mobile Version

Seit mein Schmartfohn vor wenigen Tagen internett geworden ist (es gab Verbindungsprobleme, die es nur selbst erklären kann, aber nicht tut), habe ich mir natürlich auch den Vorgarten von der mobilen Seite aus angesehen.
Und ich muss sagen ... es ist zwar ganz nett, auch auf dem Klo lesen zu können, was Herr SF und ich so verzapf... (schlechtes Wort in diesem Zusammenhang!) also, ähm, was wir so von uns... (auch nicht besser!) was wir uns so ausdenken.
Aber du kriegst lediglich den Inhalt serviert.
Die Gestaltung, also das Thema, dem wir mindestens so viel Zeit widmen wie dem Inhalt, bleibt da ja in erschreckendem Maße auf der Strecke.
Ich rufe hiermit alle mobillesenden Vorgartenfreunde auf, die WWW-Version anzuschauen.
Oder den Vorgartenbesuch an den heimischen Klompjuter zu verlegen.
Da hast du einfach mehr davon.
Die Schriftarten sind schöner.
Die Buchstaben sind bunter.
Die großen Buchstaben sind noch größer.
Und vor allem laufen sie so ineinander, wenn ich ausnahmsweise mal eine Schriftgröße verwende, die größer als 150% ist.
Das kommt in der mobilen Version nicht etwa falsch rüber, sondern gar nicht.
Zutiefst traurig.
Ja, der Vorgarten ist nicht nur Unterhaltung und Wissensvermittlung. Er ist auch ganz viel kreative Dollheit.
Designen gibt der Herr im Schlaf.

Samstag, 30. November 2013

Möhren in den Öhren

In deinen Ohren ist so viel Dreck, da könnte man Möhren drin anpflanzen!

Falsch!!!
Möhren sind Lichtkeimer.
Wie der Name schon sagt, brauchen sie Licht, damit sie keimen.
Im Ohr ist es bei den meisten Menschen recht dunkel.
Also kann so ein Möhrchen da nicht wachsen, egal wie viel Dreck sich dort befindet.

Da ich vor zwei Jahren zum Möhrenexperte werden musste, weil Frau Kerstin mir Samen schickte, will ich dir rasch was zum Thema erklären. Schließlich ist das hier ein Wissensvermittlungsvorgarten.

Du streust die Samen aus. Praktischerweise ziehst du vorher eine Furche in dein Beet und setzt vorn und hinten ein Stäbchen rein, damit du zu Beginn nicht drüber läufst oder Sachen drauf wirfst.
Drücke sie fest. KEINE Erde drauf!
Das siehst du nicht:
Die Samen bilden zuerst ihre Wurzel. Der Same ist vielleicht 0,5 x 1 mm groß, die Würzelchen sind so fein, ich hab noch nie welche gesehen.
Ha! Es geschieht unterirdisch.
Aber lang sind sie. So lang, wie hinterher die Möhre werden soll.
 
Das siehst du:
Sie lassen oben was Grünes wachsen. Jetzt kannst du die Stäbchen an der Furche wegnehmen, wenn du willst.
Ja, und die fadenfeinen Würzelchen, die sie vorher gemacht haben, das werden natürlich die Möhren.
Wenn dein Beet kein Beet ist, sondern ein Kübel, machen sie unten eine Kurve und wachsen so weiter, wie man sie lässt.
Genau, sowas hast du hier schon mal gesehen.

Wenn dich also demnächst jemand auf unqualifizierte Weise zu mehr Ohrensauberkeit aufruft, kannst du qualifiziert kontern.

______________________________________
P.S.: 
jetzt weißt du zugleich auch schon, warum es Unfug ist, die Möhren vorzuziehen, selbst wenn das in Töpfchen aus Torf geschieht oder Eierkartong oder was weiß ich für Material, das später leicht verrottet.
So ein fadenfeines Möhrchenwürzelchen will nicht viel -- aber Platz nach unten, den braucht es.

Donnerstag, 28. November 2013

Schiffsgarage

Es gibt Schiffe, die sind klein genug für eine normale Garage.
Und es sind gibt Garagen, die sind groß genug für normale Schiffe.
Und dann gibt es noch Garagen, die passen sich dem Schiff an - sofern das Schiff ein bisschen mithilft.
Das Schiff heißt Gurke (ich vermute, es ist eine Seegurke) und ist noch nicht ganz fertiggebaut. Der Schiffs- und Garagenbesitzer ist natürlich derselbe wie der Kapitän meiner Allerkreuzfahrt.
Es fehlt ein bisschen die Zeit zwischen all den anderen interessanten Projekten.

Dienstag, 26. November 2013

Gartentörchen für die Fische

Regen ist wunderbar.
Ohne den vielen Regen wäre das Bergische Land nicht so schön grün, hätte keine Talsperren und sähe sicher auch sonst ganz anders aus.

Allerdings gibt es auch im Kleinen immer wieder Wunder zu bestaunen, wenn es geregnet hat.
Da ich ja in mehreren Dimensionen unterwegs bin und mir die meisten Sachen auch jeglich andersrum vorstellen kann, ich aber weiß, dass manche Menschen diese Fähigkeiten nicht haben, habe ich das Original verkleinert daneben gestellt.
Du sollst ja nicht verwirrt nach Hause gehen müssen.

Ach ja, wem gehört das Gartentörchen? Wenn die Pfütze unten ist, meinem Vatter.

Montag, 25. November 2013

Frage zum Tage LXXII

Ist die Sieg eine Heilquelle?

Sonntag, 24. November 2013

Aarons grünender Stab

Anthurie, Camioculcas, Spatiphyllum, Zantedeschia und viele andere Zimmerpflanzen haben gemeinsam, dass sie zu den Aronstabgewächsen gehören.
Der Name geht auf die Geschichte in 4. Mose 17, 16-28 zurück.
Mandeln wachsen an meiner Spatiphyllum nicht gerade, aber sie blüht mal wieder. Das erste Mal, seit ich die große und die kleine voneinander getrennt habe. Die kleine hat schneller mit dem Blühen angefangen, woraufhin ich sie Frau Wupperwasser schenkte, damit sie der beharrlichen Blühverweigerin zeige, wie das aussehen muss.
(Was die beiden Pflanzen daraufhin taten, erzählt sie besser selbst.)

Hier aber erst mal ein paar Bilder zum Thema "Blüte und Licht"
Blüte von hinten, Sonne von vorne.
Blüte von vorne, Sonne von der Seite (im Hintergrund die zweite Blüte -- auch das gabs lange nicht, dass sie doppelt blüht.)
Na hoppla! Eine Lichtgestalt? Nein, das war der Blitz. Und mein nichtvorhandener Abstand zum Fotoobjekt.

Dieses Foto habe ich ganz zu Beginn der Blüte geknipst, als sie sich noch entfaltete.
Sehr hübsch!
Je älter die Blüte wird, desto dunkler wird der Pollenprengel in der Mitte, erst gelblich, dann von den Spitzen her bräunlich und die ganze Zeit rieseln die Pollen auf die Blätter und was sich noch darunter befindet.
Die Form des Blütenblattes ist den Bedürfnissen der Pflanze perfekt angepasst. Es fängt jeden noch so feinen Windhauch ein, führt ihn an den Pollen vorbei und diese fliegen mit. Sie sind sehr leicht.
Wenn du eine Spatiphyllumpollenallergie hast, rate ich dir, besuch mich später.
Was es sonst noch über Aronstabgewächse zu wissen gibt, kannst du zum Beispiel bei Tante Wiki nachlesen. Da hab ich eben auch was gelernt.

Samstag, 23. November 2013

Plattnasenlobbyismus

Hier hätte eigentlich ein Beitrag über den ausufernden Einfluss der Lobbyisten in der Politik der Bundesregierung gestanden.
Aber das Thema stinkt zum Himmel. Frau Vorgarten verweigert die Arbeit.
Sie sagt, ich soll stattdessen darüber schreiben, warum meine Karpfen so platte Nasen haben.
(Sie lenkt ab.)
Warum haben die Karpfen so platte Nasen?
Das liegt daran, dass sie immer so gegen die Beckenwände rennen, wenn es Futter gibt.
Vielleicht ist es aber auch andersrum gewesen, nämlich dass sie im Laufe der Evolution platte Nasen bekommen haben, je schneller sie schwimmen konnten. So sind sie ja viel aquadynamischer.
Außerdem: Wie blöd sähe so ein Karpfen mit gebrochener Nase aus?
Aber das ist die Frage mit der Henne und dem Ei. Oder dem Politiker und dem Lobbyisten. Man weiß nicht, was zuerst da war.

Freitag, 22. November 2013

Gleich und gleich

gesellt sich gern, sagt man.
Das gilt natürlich auch für Buchstaben.
So ein kleines schlankes f geht gern dahin, wo noch andere kleine effe sind. Schifffahrt ist ein tolles Beispiel.

Buchstaben, die von Haus aus zu mehreren auftreten, haben es meist nicht so einfach.
Das sch schum Beischpiel. Das musch lange suchen, bis sich Wasch- und -schüssel treffen. Oder Tischschublade. Ein feines Wort. Kann man auch immer gut gebrauchen, so eine Schublade. Stifte reintun, Untersetzer, Haushaltsgummi, Servietten, Flaschenöffner und so weiter.
Neulich fand ich zwei glückliche ch mitten in einer fachchinesischen Unterhaltung.

Im Sportstudio, wo ich auf der Suche nach meiner Mitte bin, habe ich jetzt einen ganz besonderen Fund getätigt. 4 Z in einem Wort. Zwei davon nebeneinander.
Das bleibt sonst nur Profis vorbehalten.
Zielherzfrequenzzone.
Da lacht das Zerz. Noch schöner wäre nur Herzzielfrequenzzone, aber man soll es ja nicht übertreiben. Es hat auch so schon die Zendenz tum Tungenbrecher.

energiereiche Teilchen

Im Radio ein Bericht über die Erforschung des Magnetfelds der Erde.
Wofür ist dieses Magnetfeld?, fragt die Moderatorin.
Es hält energiereiche Teilchen aus dem Weltall auf Abstand, so die Antwort.

Energiereiche Teilchen.
Sind da Nüsse drauf? Oder Quarkcreme?

Mittwoch, 20. November 2013

Von uns gegangen.

Dieter Hildebrandt. Kabarettist. Selberdenker und Aussprecher.
Quelle: Wikipedia

Arbeitsplatzgestaltung

Wenn mehrere Leute zu unterschiedlichen Zeiten denselben Arbeitsplatz nutzen, kommt es unweigerlich dazu, dass die einen den Arbeitsplatz nicht so sauber und ordentlich hinterlassen, wie die anderen ihn gerne vorfinden würden.
Den unordentlichen Kollegen fällt es ja nicht auf, dass bei Arbeitsbeginn alles gründlich gefegt war.
Ich zum Beispiel bin eine, die immer fegt. Am liebsten auch mittendrin, denn ich mags nicht, wenn etwas herumliegt.
Und ich mag es überhaupt nicht, wenn Leute ihren Müll hinterlassen.

Aber ich weiß jetzt, was mit all denen passieren wird.
Wer nicht fegt, kommt ins Fegefeuer.

Dienstag, 19. November 2013

Liebe Engländer.

Wenn unsere gescholtene B-Mannschaft eure viel gelobte A-Mannschaft besiegen kann -- überlegt ihr dann demnächst mal vorher, worüber ihr euch aufregt?
Echt jetz.

Montag, 18. November 2013

kurz und knackig

Mit freundlicher Hilfe vom Bibelserver studieren wir heute (nach Länge sortiert)
Hesekiel 39,2:

Elberfelder
Und ich werde dich herumlenken und dich gängeln und dich heraufziehen lassen vom äußersten Norden her und dich auf die Berge Israels bringen.
Neue evangelistische Übersetzung
Ich lenke dich herum und führe dich auf deinem Weg. Ich lasse dich vom äußersten Norden her kommen und bringe dich auf die Berge Israels.
Einheitsübersetzung
Ich führe dich und locke dich herbei, ich lasse dich aus dem äußersten Norden heranziehen und führe dich ins Bergland von Israel.
Schlachter 2000
Und ich will dich herumlenken und dich gängeln und dich heraufführen vom äußersten Norden und dich auf die Berge Israels bringen.
Hoffnung für alle
Ich zwinge dich zu gehen, wohin ich will; vom äußersten Norden lasse ich dich mit deinen Soldaten ins Bergland Israel ziehen.
Gute Nachricht Bibel
Ich lenke dich, ich schreibe dir deinen Weg vor, ich führe dich aus dem äußersten Norden auf die Berge Israels.
Luther 1984
Siehe, ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem äußersten Norden und auf die Berge Israels bringen.
Neues Leben. Die Bibel
Ich lenke dich, führe dich und locke dich aus dem fernen Norden. Ich bringe dich in die Berge von Israel.

Für Leute, denen das Wie, Woher und Wohin unwichtig ist, steht in der
Volxbibel
Ich werde dich führen.
Das ist die Aussage, die heute für mich wichtig ist.
Und für dich.
Du brauchst den Weg nicht zu kennen, solange du den kennst, der ihn schon gegangen ist.

Sonntag, 17. November 2013

ohne zwEIFEL gut

Was tut man, wenn man unverschuldet und unvorbereitet fast zwei Wochen offline ist?
Man besinnt sich auf analoge Hobbys.
Der ganze digitale Kram führt einem doch nur vor Augen, was gerade nicht geht.
Ich habe (wenn ich nicht allerhand andere Dinge tat) gelesen.
Eifelkrimis von Martina Kempff, die ich dir hiermit ans Herz und die Leselampe legen möchte -- sofern du auf Wortspiele stehst. Aber würdest du das nicht, wärst du ja nicht hier.
Band 1: Einkehr zum tödlichen Frieden
Band 2: Pendelverkehr
Band 3: Kehraus für eine Leiche
Band 4: Knochen im Kehricht
(gar so unscharf sind meine Fotos diesmal nicht geworden, dass ich die Titel hätte dazu schreiben müssen, aber vielleicht tippt sie ja jemand ein und dann tun die Suchbegriffe endlich mal das, wofür sie wohl erfunden wurden.)

Die ganze Chose spielt im Örtchen Kehr, das liegt sehr nah an der Grenze zwischen Belgien, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Drei "Länder" sind für die Geschichte ausreichend, da von größeren Reisen abgesehen wird.
Hauptperson ist die Ex-Modejournalistin Katja Klein, die in Berlin aufgewachsen ist und die in der Eifel der Herkunft ihrer Mutter auf die Spur kommt.
Da es Krimis sind, kannst du dir vorstellen, dass das nicht so einfach vonstatten geht und ihr überproportional viele (vor allem für so einen dünn besiedelten Landstrich wie die Schnee-Eifel) Leichen im Weg liegen.
Die erste Leiche ist die ihres Halbbruders, und die erste Verdächtige ist sie selber.
Natürlich stehen ihr auch eine Menge lebender Menschen im Weg. Gleich auf den ersten paar Seiten von "Einkehr.." trifft der Leser den belgischen Polizisten Marcel (betont auf der ersten Silbe), die rheinland-pfälzische Gudrun, die nordrhein-westfälische Fine, dazu einen schwarzen Hund, der zuvor ihrem Bruder und nun ihr gehört. Davon abgesehen hört er selten.

Verzeihung.
Ich kann vier Bücher nicht zusammenfassen, ohne dass dies ein sehr langer Beitrag wird, deswegen empfehle ich dringend, Band 1 zu erwerben oder auszuleihen und selbst zu lesen. Die Lust auf Band 2 bis 4 kommt dann ganz von selber. Mir haben 1 und 3 am besten gefallen.

Die ganze Geschichte wird aus Katjas Sicht erzählt, gelegentlich wird eine Rückblende eingefügt. Die Charaktere sind komplex und gut ausgearbeitet, die Szenen sind anschaulich beschrieben, die Landschaft zum Liebhaben.
Man merkt: die Autorin hat da gelebt und nicht nur einen Reiseführer gelesen und dann Satellitenbilder angesehen, um den Straßenverlauf beschreiben zu können.
Sprache ist für sie nicht nur Mittel zum Zweck, sondern eine Kunstform.
Sie schreckt nicht mal davor zurück, Fremdwörter zu verwenden, um eine Alliteration zu erschaffen. Ich mag so etwas und ihre Bücher sind die ersten seit langem gewesen, für die ich mein Fremdwörterbuch konsultiert habe. Internet hatte ich ja keins.
Das soll dich aber nicht abschrecken. Nur Klugscheißer möchten wissen, was ein Äquilibrium ist. Andere lesen darüber hinweg und kapieren trotzdem alles.
Die Verlagsarbeit ist sehr gut, Grammatik'fehler' sind dem Eifeler Deutsch geschuldet. Ansonsten habe ich keine bemerkt. (Was dem Verlag aber eingefallen ist, mitten in der Reihe das Coverlayout zu wechseln, erschließt sich mir nicht.)
Für die Begleithandlung ist es hilfreich, die Bücher in Reihenfolge zu lesen, der jeweilige Fall funktioniert auch, wenn man nur ein Buch liest.
Die Verbrechen und ihre Aufklärung sind teilweise etwas langatmig geschrieben, als hätte die Autorin alle Ergebnisse ihrer Recherchen unterbringen wollen. Weniger wäre da mehr gewesen.
Allerdings kenne ich das Problem nur zu gut, deswegen habe ich die Ausführungen mit Gnade gelesen.

Und die Bücher mit Freude.

Samstag, 16. November 2013

Kongopost 81

Nirgendwo auf der Welt ist jetzt mehr Freude, als in Basankusu im Kongo.
Als Bartimäus wieder sehen konnte, priesen und lobten er und alles Volk Gott.
So steht es in der Bibel. So ist im Moment die Stimmung in Basankusu. Jesus selber ist ja nicht gerade da. Sicher ist aber, dass der die drei belgischen Augenärzte durch den Caritas zum Operieren dahinschickte. Die gute Nonne Marie Thérèse schrieb mir, dass wohl 1200 Leute zur Behandlung von weither gekommen wären, Menschen, die im Urwald keinerlei Hoffnung auf Hilfe oder Linderung hatten. Man lobt ja auch Caritas und die Ärzte, aber am meisten den, der das einsame Weinen und Beten erhört hat. Ein Mann war 18 Jahre komplett blind und jubelnd rief er jetzt: „Ich war schon wie im Grab, aber jetzt bin ich zum Leben auferstanden!“
Gott loben zieht nach oben, sagt man. Aber es wird auch nicht lange dauern, dann haben sich alle wieder an das Gute gewöhnt, und die Loberei wird schlapper.
Unser Enkel hat sich so über das neue Fahrrad gefreut, dass er es am liebsten mit ins Bett genommen hätte. Aber jetzt liegt das Ding schon mal irgendwo im Dreck. So sind wir wohl alle. Man hat sich auch so an Jesus und den Himmel gewöhnt, dass man sich schon mal sonntags irgendwo in Stimmung bringen lassen muss.
Jedenfalls haben die Blinden in Basankusu im Moment noch die dicke, fette Freude über ihre Heilung.

Es gibt aber auch Blinde mit einer ganz anderen Freude und das ganz ohne Heilung.
Akuda war früher einer der bedauernswertesten Menschen in Basankusu. Blind, total mager, krummer Rücken, ungewaschen, ein paar Lumpen um die Hüften, Augen mit weißen Pupillen, eine riesige Geschwulst im Nacken und mit einem langen, dünnen Stock. Mit dem tastete er sich über den Markt und bekam hier und da etwas Essbares. Wenn ich ihn da sah, zog ich an seinem Stock, und er schrie: „Wer bist du? Lass sofort los!“
Ich brauchte nur ein einziges Tönchen von mir geben, dann rief er: „Mokili, du Kanaille, du stirbst, wenn du nicht sofort loslässt!“
Er hat mir auch mal gezeigt, wo er schlief, wenn es nicht regnete. Jeder Hund in Deutschland hat zehnmal mehr Komfort.
Hin und wieder tastete es sich mit seinem Stock über einige Baumstämme, über zwei Bäche hinweg, die 7 km durch den Urwald, bis zu uns nach Ikau. Dann schrie er vor dem Haus: „Mokili, komm raus und gib mir was von deinem vielen Geld!“
Ich schrie dann zurück: „Wer brüllt da so rum, hau ab!“
„Ich, Akuda, bin Gottes Kind, komm jetzt zu mir raus!“
Draußen fragte ich dann: „Wieso solltest ausgerechnet du Gottes Kind sein?“
„Ich, ich bin wie Jesus, also Gottes wirkliches Kind, denn ich trage das Leid und die Blindheit des ganzen Dorfes.“
Das heißt: Wenn Akuda sehen könnte, würde 100 Leuten je 1% Sehkraft fehlen. Akuda litt also zusammen mit Jesus für andere. Sein Leben als Blinder hatte so wohl mehr Sinn, als das mancher Pastoren oder Missionare mit oder ohne Brille. Er litt mit und für andere, echt wie Jesus.
Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.
Wir hielten ihn aber für den, der geplagt und von Gott geschlagen wäre. 
Jesaja 53,4
Dank allen, die gespendet und so zum Lob Gottes im Kongo beigetragen haben.
Loben und danken wir unserm Gott für all seine Güte.
Gruß, Peter und Elisabeth.________________ gohlep (ät) web (.) de

Freitag, 15. November 2013

Heidelbeersirup

Am zweiten offleinen Montag fasste ich den Entschluss: Staubfischen!
Ich nahm mir die Küche vor und darin das Regal über Herd, Spüle und so weiter, auf dem Teedosen, Gewürze, EssigundÖl und allerhand andere Dinge stehen.
(gerade fällt mir auf, dass ich in fast jedem Beitrag von "allerhand anderen Dingen" rede. Hm. Meinst du, ich sollte mir mal andere Wörter ausdenken für das, was ich im großen Stil zusammenfasse?)
Hier habe ich es schon leergeräumt. Es ist 20 vor eins, die Sonne scheint -- allerdings nicht mehr ins Küchenfenster.
Und hier siehst du alles, was so darauf steht. Na ja, fast alles. Die Getränkeflaschen im Hintergrund gehören nicht drauf und im Gegenzug sind die Zahnstocher und das Männlein mit der Fledermaus und die Kiste mit den Rezepten woanders.

So eine saubere Küche ist doch was Feines. Und nach einem Jahr Wohnen kann man da ruhig mal herwischen. Das hält dann wieder ein Jahr und man kann sich solange anderen Dingen widmen.
Ja. Wenn nicht --
der Heidelbeersirup am nächsten Tag beschließt, seine Flasche könnte ihren Boden loslassen und ALLEN Inhalt von sich geben. 350 ml sind viel zu viel, wenn sie ausgelaufen sind.
Das Bild ist ein bisschen verwackelt, aber verstehe meine Situation. Heilfroh war ich über das Brett, was das Regal nach vorne begrenzt und dank der Vorausschau meines Vatters ungefähr einen Millimeter nach oben übersteht.
Auf der Hinterseite steht nichts über, sodass der Sirup zwischen Brett und Tapete entlang fließen konnte, über den Fliesenspiegel bis auf die Arbeitsplatte. Glücklicherweise nicht sehr viel, und diese klebrige Spur an den Fliesen machte mich auch auf das Malheur aufmerksam.
Die Teetüten links haben die Flut glücklicherweise.2 aufgehalten.
Mittig siehst du den Flaschenboden. Unter ihm ist es sauber. Unter den Gewürzdosen auch.
Neben ihnen nicht.
Ich habe den Winkel abgeschraubt, um unter ihm sauber machen zu können.
Ich habe das Regal zweimal abgewischt, einmal mit heißen Spülwasser und danach noch mal klar.
Ich habe die Dosen und Flaschen und Tüten abgewischt.
Alles klebt immer noch.

Ich habe eine neue Flasche Heidelbeersirup gekauft (denn er ist sehr gut), und das Gefäß im Geschäft der wohl gründlichsten von Überwachungskameras aufgezeichneten Prüfung unterzogen. Und ich werde die Flasche woanders hinstellen. Ich weiß noch nicht wo. Vielleicht in einen Eimer.